
Auf dieser Seite finden Sie sowohl die ursprünglichen Programmhinweise zur Jahreshauptversammlung der KünstlerGilde und der Esslinger Begegnung 2026 (ganz unten) als auch Fotos (nach der Veranstaltung).

Foto-Rückblick: Esslinger Begegnung 2026
Führten durch das Programm: Eva Beylich und Dr. Dietmar Gräf:

Literaturpreis 2026 für Sigune Schnabel:

2026 wurde der Sokulip-Sonderpreis vergeben, der an Martin Roemer ging:

Den Johanna-Anderka-Preis 2026 erhielt Margit Hanselmann:

Andreas Knapp wurde der Nikolaus-Lenau-Preis 2026 zuteil:

Der renommierte Andreas-Gryphius-Preis ging 2026 an Cornelius Scherg:

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung an Cornelius Scherg von Klaus-Dieter Mayer:

Die Laudatio für Cornelius Scherg hielt Klaus Marzy:

Das gebannte Publikum kam nach den Preisverleihungen für Literatur noch in den Genuss der musikalisch-tänzerischen Darbietungen von Moravia Cantat – dem der diesjährige renommierte Johann-Wenzel-Stamitz-Preis 2026 verliehen wurde:

Das Ensemble Moravia Cantat bei der Übergabe der Preisurkunde für den Johann-Wenzel-Stamitz-Preis 2026:

Angekündigt vom Laudator Dr. Dietmar Gräf:

folgte sodann zunächst eine musikalische Darbietung von Moravia Cantat:

Tänzerische Darbietungen von Moravia Cantat:




Zur Freude der durch das Programm führenden Eva Beylich & Dietmar Gräf feierte die Esslinger Begegnung 2026 dank Moravia Cantat einen sehr schönen und würdevollen Ausklang:

Ergänzende finden Sie hier noch Bilder zur Kunstausstellung von Mitgliedern der KünstlerGilde Esslingen in der Schickhardt-Halle des Alten Rathauses zu Esslingen, die im Rahmen der Esslinger Begegnung 2026 stattfand.
Pressebericht
Der nachfolgende Artikel von Rainer Kellmayer erschien am 21.9.2026 in der Esslinger Zeitung. Die KünstlerGilde dankt Autor und Zeitung für die Genehmigung zum Nachdruck:
KünstlerGilde Esslingen ohne Förderung
Seit 1948 bringt die KünstlerGilde Esslingen Kunst und Kultur zusammen – doch ohne Landes- und Bundesmittel wird die Zukunft des Festivals ungewiss.
Seit der Gründung im Jahr 1948 bringt die KünstlerGilde Esslingen mit den „Esslinger Begegnungen“ jedes Jahr im Alten Rathaus Kunstfreunde und Kulturbegeisterte zusammen. Lange Zeit erhielt die Gilde, die den deutschen Kunstbeitrag aus den historischen Kulturlandschaften in Mittel-, Ost- und Südosteuropa dokumentiert und würdigt, starke Unterstützung aus öffentlichen Mitteln. Doch in den letzten Jahren ist davon immer weniger übrig geblieben. Nachdem der Bundeszuschuss bereits im Jahr 2000 eingestellt wurde, erhält die Vereinigung, die Brücken zwischen Ost und West schlagen will, seit diesem Jahr auch keine Landesmittel mehr.
Für die KünstlerGilde ist dies ein schwerer Schlag, der auch die diesjährigen Esslinger Begegnungen infrage stellte. Nur durch die großzügige Spende eines Vorstandsmitglieds konnte die Veranstaltung nochmals in gewohnter Form durchgeführt werden.
Kultur und viele Preise in Esslingen
„Wie es weitergeht, wissen wir noch nicht genau“, sagte die Bundesvorsitzende Eva Beylich. „Vermutlich werden wir die Begegnungen in kleinerem Rahmen in den Räumen unserer Esslinger Geschäftsstelle weiterführen.“ Das Engagement der aus den Sparten Literatur, Kunst und Musik bestehenden Gilde ist jedoch ungebrochen.
Über das Wochenende zeigte die KünstlerGilde Esslingen eindrucksvoll ihr breites Oeuvre. Am Samstag und Sonntag stellten in der Schickhardt-Halle des Alten Rathauses elf Künstlerinnen und Künstler ihre Bilder aus, im Bürgersaal gab es Lesungen und am Samstagabend ein begeisterndes Konzert.
Wie in jedem Jahr wurden zahlreiche Preise verliehen. Sigune Schnabel erhielt einen Literaturpreis, und für ihren Lyrikband „Nimm wahr, was du unter dem Winde versäumst“ wurde Margit Hanselmann mit dem Johanna-Anderka-Preis ausgezeichnet. Martin Roemer erhielt für seinen Lyrikband „Mit der Seele geschaut“ den Sokulip-Sonderpreis, und der Nikolaus-Lenau-Preis der Stadt Esslingen und der KünstlerGilde ging an Andreas Knapp. Das Gesamtwerk von Cornelius Scherg wurde mit dem Andreas-Gryphius-Preis gewürdigt.
Nach verschiedenen Lesungen, Preisverleihungen und musikalischen Intermezzi stand zum Abschluss des facettenreichen Tags ein Konzert der Gruppe Moravia Cantat auf dem Programm. Das 1952 in Stuttgart als Südmährische Sing- und Spielschar gegründete Ensemble begeisterte nicht nur durch ausgefeilte Gesangsbeiträge, sondern auch mit Instrumentalmusik und Volkstänzen. Zur Eröffnung sang das in schmucker südmährischer Tracht auftretende Ensemble Werke aus der Zeit des Umbruchs von der Renaissance zum Barock. Dabei demonstrierte Moravia Cantat mit Musik von Johann Steuerlein, Christoph Domantius, und dem Liedsatz „Drei schöne Dinge fein“ von Daniel Friderici die hohe Kunst des A-cappella-Gesangs.
Die Stimmgruppen waren sauber ausbalanciert, die Intonation stimmte, und mit differenzierter dynamischer Gestaltung gab Chorleiter Wolfram Hader dem Ganzen Kontur. Im Finalsatz von Johann Wenzel Stamitz’ „Klarinettenkonzert B-Dur“ zeichnete sich Ines Esefeld als versierte Solistin aus – technisch brillant und mit fein gezogenen Melodielinien.
Böhmische Tänze zum Abschied
Moravia Cantat wurde in Würdigung seiner außergewöhnlichen Qualität mit dem Johann-Wenzel-Stamitz-Preis 2026 ausgezeichnet. In seiner Laudatio erwähnte Dietmar Gräf die zahlreichen Konzertreisen und unterstrich die Bedeutung des Ensembles für die Wahrung des Andenkens an die deutsche Kultur in Böhmen und Mähren.
Die Vielfalt des Ensembles zeigte sich, als das Tanzensemble mit „Beseda“, böhmischen Tänzen zur Musik von Ferdinand Hiller, in gekonnten Tanzschritten Folkloristisches aus dem Sudetenland darbot. Moravia Cantat sorgte für ordentlich Stimmung und entließ das begeisterte Publikum frohgelaunt in den herrlichen Spätsommerabend.
Ankündigung & Programm
Veranstaltungsdaten Jahrestreffen 2026
Rahmendaten
Veranstaltung: Jahreshauptversammlung 2026 (nur für Mitglieder) und Esslinger Begegnung 2026 (öffentlich)
Veranstalter: KünstlerGilde e.V. Esslingen
Wo: Im Bürgersaal des Alten Rathauses in Esslingen
Wann: Samstag 19.09.2026
Gesamtzeitplan
ab ca. 11:00 Uhr Proben und Ausstellungsaufbau
ca. 11:00 bis 18:00: Kunstausstellung der Mitglieder in der Schickhardt-Halle des Alten Rathauses (ab 14:00 öffentlich zugänglich – zuvor lediglich für Mitglieder)
ca. 12:00 bis 14:00 Uhr Mitgliederversammlung (intern):
ca. 14:00 bis 18:00 Uhr Esslinger Begegnung 2026 (öffentlich): Literatur, Kunst und Musik
- u.a. mit folgenden Programmpunkten:
- Verleihung der Literaturpreise 2026 an: Andreas Knapp, Sigune Schnabel, Margit Hanselmann und Cornelius Scherg.
- Würdigung der Gewinner des Lesser-Ury-Preises für Kunst
- Preis-Verleihung zur Kunstausschreibung Krieg, Flucht und Vertreibung damals und heute
- Vergabe des renommierten Johann-Wenzel-Stamitz-Preises für Musik
Hier gelangen Sie zur Termin-Übersicht aller Veranstaltung von, mit oder bei der KünstlerGilde Esslingen.
