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Wir ehren und verehren Martin Mayer: Mit ihm hat die KünstlerGilde eines ihrer begnadetsten Mitglieder verloren. Wir trauern um einen großen Bildhauer.

Wer kennt Martin Mayers Werke nicht? Der sitzende Keiler als beliebtes Fotomotiv der Touristen vor dem Deutschen Jagd- und Fischereimuseum in München, wie auch den Heiligen Franziskus am Münchner St. Anna-Platz, die pralle und lebensfrohe Olympia Triumphans auf einer Weltkugel im Münchner Olympiapark, den versonnen nach Westen schreitenden Jakobspilger in der Nähe des Speyerer Doms, wuchtig und filigran zugleich, die eindrucksvollen Luthergestalten im bayrischen Weißenburg und in Landau und viele mehr. An die dreißig Menschengestalten in Bronze machen den Hauptteil der Werke Martin Mayers aus. Alle sind sie raumprägend, wo immer sie stehen, und zeugen von der künstlerischen Dominanz ihres Schöpfers. Man muss einen weiten Bogen durch die Kunstgeschichte ziehen, um Werke von vergleichbarer Meisterschaft zu finden. Barlach, Maillol, Rodin – in ihrer Gesellschaft wird Martin Mayer für immer stehen.

„Mein Vorbild war immer die Natur“, sagte er einst in einem SZ-Interview. Diese Natur hat er überhöht und mit innerer Würde und Wucht ausgestattet.

Martin Mayer war ein bescheidener Mensch, lebte für sein Werk.

Aus einer pfälzischen Familie stammend, wurde Mayer am 16.01.1931 in Berlin geboren, lebte als Kind in Weißenburg, für das er den Luther geschaffen hat, war Privatschüler von Theodor Geogii in München und studierte in den 50er Jahren an der Münchner Kunstakademie. 90 Jahre ist er geworden, am 18.01.2022 ist er gestorben, friedlich eingeschlafen. Seine Werke sind eine Bereicherung des öffentlichen Raums und ziehen überall bewundernde Blicke auf sich.

Wir werden Martin Mayer ein ehrendes Angedenken bewahren.

Autor: Udo Beylich – für Die KünstlerGilde e.V. mit Sitz in Esslingen

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Nachruf auf Martin Mayer